Führung durch die Kirche in Klein-Aschen
Mit dem Wort „Gott allein die Ehre“ empfängt die Kirche zu Klein Aschen die Besucher, die zum Seiteneingang, dem früheren Haupteingang, die Kirche betreten. Ursprünglich war die Kirche viel kleiner, sie wurde im Jahre 1863 zunächst als eine nach Osten ausgerichtete Kapelle errichtet.
1936 wurde die Kirche in ihrer heutigen Form um das Hauptschiff erweitert und dabei genordet.
1947 wurde die ständige Hilfsdienststelle in die dritte Pfarrstelle der Ev.-luth. Kirchengemeinde Spenge umgewandelt. Der Pfarrstelleninhaber war zuständig für die Bereiche Groß-Aschen (politisch zu Melle gehörend), Klein-Aschen und Hücker-Aschen.
Pfarrer Hermann Böhlke wurde der erste Pfarrer im Bezirk Hücker-Aschen.
Zwischen 1950 und 1951 wurde der Kirchturm errichtet.
Am 1. April 1952 wurde Die Ev.-luth. Kirchengemeinde Hücker-Aschen selbständig. Pfr. Böhlke blieb ihr Pfarrer.
Im Jahre 1957 wurde die Kirche umfassend renoviert: Sie bekam ein elektrisches Läutwerk, einen neuen Innenanstrich, eine Heizung und den Altartisch samt Taufständer und –becken.
Im selben Jahr wurde die Kirchenmalerin Hilde Ferber aus Bielefeld mit der Gestaltung der Fensterbilder beauftragt. Die Glaswerkstatt Heberle aus Haspe setzte ihre Entwürfe um.
Wer heute durch den Turmeingang die Kirche zu Klein – Aschen betritt, sieht als erstes das Bild, dass die beiden Frauen am leeren Grab zeigt, denen der Engel zuruft: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten , sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat.“ (Matthäus 28,5f)
Im Hauptschiff blicken zur Linken und zur Rechten jeweils drei neutestamentliche Personen auf den Auferstandenen auf dem Richterstuhl im Fenster an der Altarwand.
Zur Linken: Der Evangelist Johannes, Der Zöllner Zachäus (Lukas 19, 1-10) und Maria aus Magdala, die ganz ergriffen auf die Worte Jesu hört (Lukas 10,38ff).
Zur Rechten: Der Zöllner Matthäus (Matthäus 9,9ff), Nathanael unter dem Feigenbaum (Johannes 1,45ff) und der fischende Petrus (Lukas 5, 1-11).
Als einzige alttestamentliche Darstellung zeigt das Fenster neben dem Seiteneingang (ursprünglicher Haupteingang) den betenden Jona im Wal. Auf der gegenüberliegenden Seite bricht Jesus den Emmausjüngern das Brot (Lukas 24,30 ).
In der Taufkammer zeigt das Fenster die Segnung der Kinder durch Jesus (Markus 10,13ff).
Die schmiedeeisernen Leuchter hat der Hückeraner Schmied Friedel Horstmann gestaltet.
1965 wurde die Kirchturmuhr installiert.
Im Austausch für ein neues Lesepult bekam die Kirchengemeinde die Kanzel aus der verkauften Holzkirche aus Holsen – Ahle.
1974 wurde die Kirche renoviert: Der Fußboden wurde teilweise mit Schiefer belegt, es gab neue Bänke.
Die Steinmann Orgel (Vlotho) ersetzte das abgängige Instrument, das ursprünglich von einer Freimaurerloge in Bielefeld stammte.
1979 gestalteten Frauen aus der Gemeinde die noch heute in Gebrauch befindlichen Paramente.
Die elektrischen Heizöfen wurden durch eine Fußbodenheizung ersetzt.
1981 erhielt die Kirche einen neuen Außenputz. Die Eingangstüren wurden mit Eichenauflagen versehen.
1993 wurde die Kirche umfangreich renoviert: Die Decke wurde vertäfelt, das Altarrund wurde gestrichen, die Doppelverglasung der Fenster kam hinzu, das Beleuchtungskonzept wurde modernisiert, die Treppe zur Orgelempore wurde erneuert und die Kirche bekam einen neuen Innenanstrich.
1994 wurde die Steinmann Orgel überarbeitet und erweitert. Der Turmeingang erhielt seine heutige Überdachung.
1997 wurde die Kirchturmuhr mit einer Funkuhr verbunden.
2001 erhielt die Kirche eine Glaszwischentür.
Seit dem 16. Juli 2003 gehört der Bezirk Hücker-Aschen wieder zur Ev.-luth. Kirchengemeinde Spenge.

